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Gebet zu Grund, Pfad und Frucht von Dzogpachenpo
verfasst von Jigme Lingpa
" Verehrung dem glorreichen Samantabhadra",
dem Ursprünglichen, der Wie-es-Istheit,
deren Natur frei ist von Vielschichtigkeit (trödral):
Sie ist weder existent (tak) noch dauerhaft,
denn nicht einmal die Buddhas mit ihrem allwissenden Auge
haben sie je gesehen.
Dennoch kann man nicht sagen, sie existiere nicht (che),
ist sie doch die Basis, der Grund des gesamten Samsara.
Gleichwohl besteht darin kein Widerspruch.
Sie liegt jenseits der Vorstellungskraft unseres konzeptuellen Geistes.
Möge ich den Grund von Dzogpachenpo verwirklichen.
Seine Essenz ist leer, frei von Dauerhaftigkeit.
Seine Natur ist erkenntnisfähig, frei
von den Begrenzungen der Nicht-Existenz.
Sein Mitgefühl ist endlos, und all die vielfältigen Erscheinungen,
alle Manifestationen erheben sich daraus.
Obwohl über Essenz, Natur und Mitgefühl als drei verschiedene Dinge
gesprochen wird, sind sie doch eins in ihrer Bedeutung.
Möge ich den Grund von Dzogpachenpo, die Wie-es-Istheit,
erkennen und verwirklichen. |