Die sechs Vajra-Verse gehören zum Tiefsten, was Buddhismus zu bieten hat. Sie stehen jenseits von Hinayana, Mahayana, ja selbst jenseits höchster Tantrabelehrungen. Sie gehören in dieser Form zum Atiyoga bzw. zum Dzogchen.  Sie gehören zu den größten Schätzen der Menschheit auf dieser Erde. Die Praxis, die mit ihnen verbunden ist, steht sogar jenseits aller Religionen. Sie ist für alle Menschen ausführbar, unabhängig von ihrer Konfession.

Ich gebe hier bewusst keine weiteren Erklärungen zu ihnen ab, weil ihre Kostbarkeit es gebietet, das jeder, dem sie begegnen, sich den Weg zu ihrem Verständnis und zu ihrer Verwirklichung selber bereitet.

Wer jetzt neugierig geworden ist, der möge bei meinen Buchtips unter dem Stichwort "Dzogchen" nachschauen.


   

Die sechs Vajra-Verse

Natsog rangshin mi nyi kyang  Die vielfältigen Erscheinungen sind ihrer Natur nach nicht-dual,
Chashä nyiddu trö dang dräl dennoch ist jede einzelne in ihrem eigenen Zustand, jenseits jeder begrifflichen Erklärung.
Ji shinwa she mi tog kyang Der Zustand >so wie es ist< kann mit Worten nicht erfasst werden,
Nampar nangdzä küntu sang dennoch, was auch immer erscheint, alles ist gut.
Sinpä tsölwä näd pang te Da alles bereits vollendet ist, lassen wir Krankheit und Anstrengung hinter uns,
Lhüngyi näpä shagpa yin  und finden uns im spontan vollkommenen Zustand : Das ist Kontemplation.