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Segen
Ein tibetischer Kaufmann hatte sich gegen teures Geld einen außergewöhnlich wertvollen Thangka* malen lassen und begab sich damit auf den Weg in das nächste Kloster, um ihn von dem dortigen Abt segnen zu lassen. Auf dem Weg traf er einen Unbekannten, der Patrul Rinpoche war, und er ließ sich von ihm überreden, den Thangka auszurollen und herzuzeigen. Patrul Rinpoche nahm das Bild, pisste einmal kurz darüber und gab es mit den Worten zurück, dass das Bild nun gesegnet sei.
Der Kaufmann geriet völlig aus der Fassung und als er bei dem Abt des Klosters ankam, berichtete er ihm in Tränen aufgelöst von dem Vorfall. Nachdem der Abt ein paar Fragen gestellt hatte, vermutete er sogleich Patrul Rinpoche dahinter und beruhigte den Kaufmann erst einmal. Dann ließ er sich den Thangka zeigen - und als ihn der Kaufmann wieder ausrollte, war er unversehrt und mit allerfeinstem Goldstaub bedeckt.
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