Alfred Winslow Jones: Der Erfinder des Hedgefonds

Den so genannten Hedgefonds gibt es nun schon seit gut 60 Jahren. Es war nämlich im Jahre 1949, dass der amerikanische Börsenmakler Alfred Winslow Jones den Hedgefonds quasi erfand. Jones kam 1904 nach Amerika, er war gebürtiger Australier. Er absolvierte ein Studium an der prestigeträchtigen Harvard-Universität, verfolgte aber dann zunächst nicht mehr den akademischen Weg, sondern heuerte als Zahlmeister auf einem Passagierschiff an. Zumindest zeichnete sich hier schon eine mit Geld verbundene Zukunft ab.

Doch in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wechselte er die Profession und ging in die Diplomatie, er war als Vizekonsul an der amerikanischen Botschaft in Berlin angestellt. Diese Stellung behielt er bis 1936 inne, als er mit seiner zweiten Ehefrau eine Reise nach Spanien unternahm, welches sich damals mitten im Bürgerkrieg befand. Im Anschluss an diese Reise zog es ihn dann wieder an die Universität, diesmal die Columbia, wo er im Fach Soziologie promovierte und über Life, Liberty & Property (Leben, Freiheit & Besitz) schrieb. Mit dem neuen Titel ausgestattet zog es ihn allerdings nicht in die Forschung, sondern er verdingte sich als Journalist für das Wirtschaftsmagazin Fortune.

Wobei verdingen bei einer solchen Publikation natürlich etwas tief gestapelt ist. Auf jeden Fall gab ihm diese Tätigkeit die Gelegenheit, sich Gedanken über Aktien und die Börse im Allgemeinen zu machen und wie es denn möglich wäre, marktunabhängig Gewinn zu erlangen. Jones fand dann die Lösung, die zum Jones-Fonds führte. Er kaufte zum einen Aktien von Unternehmen, denen vermutlich ein Kursanstieg bevorstand und sicherte dies durch Leerverkäufe von Aktien ab, welche er nicht besaß. Im Laufe der Zeit sind die Methoden von vielen Unternehmen, wie bspw. apano weiter angepasst worden, um sichere Investments zu gewährleisten.