Gebrauchte Küchenmöbel selbst streichen: So geht’s

Ein Umzug steht an, die alte Küche sind Sie leid doch für neue Küchenmöbel fehlt zunächst das Geld? Verzagen Sie nicht! Gebrauchte Küchenmöbel gibt es oft für kleines Geld, vorausgesetzt, dass man sie selber abholt. Mit etwas Arbeit renovieren Sie einen gebrauchten Unterschrank oder Oberschrank und verwandeln diese in ihre Traumküche. So wird das durch den Umzug belastete Budget geschont.

Doch bevor es ans Streichen geht, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden, damit die Farbe beziehungsweise der Lack auch hält. Beachten Sie, dass die nachfolgende Anleitung nur für Küchenmöbel gilt, die lackiert oder mit Melaminharz beschichtet sind. Bei einem Küchenschrank mit Folienbeschichtung entfernen Sie zunächst die alte Folie. Dazu erhitzen Sie die Oberfläche mit einem Fön und lösen die Folie mit einem Spachtel. Schleifen Sie die Oberfläche an, um Klebereste zu entfernen. Anschließend schneiden Sie die neue Folie zurecht und bügeln sie auf.

Vorbereitung des Untergrunds

Lackierte Küchenmöbel waschen Sie vor der Renovierung gründlich ab. Verwenden Sie warmes Wasser mit Spülmittel, um alle Fett- und Schmutzrückstände gründlich zu entfernen. Anschließend sollten Sie  die Oberfläche mit Schmirgelpapier der Körnung 240 abschleifen, bis sie matt ist. Wischen Sie nochmals mit einem feuchten Lappen die Schmirgelreste ab und die Küchenmöbel vollkommen trocken. Damit die Lackschichten gut auf der Oberfläche haften, verwenden Sie vor dem endgültigen Anstrich eine Grundierung für Küchenmöbel. Diese Grundierungen sind auf Wasserbasis, was jedoch keine Rolle spielt, da der Oberflächenlack wasserabweisend ist. Benutzen Sie für den Anstrich eine kleine Maus mit kleinen Poren. Beginnen Sie immer mitten auf der Fläche, nicht am Rand, um Tropfenbildung zu vermeiden. Eine Lage Grundierung ist für Küchenmöbel ausreichend. Wenn die Grundierung trocken ist, können Sie die endgültige Lackierung anbringen.

Wahl des Lacks

An dieser Stelle ist Vorsicht geboten. Verwenden Sie unter keinen Umständen Lacke auf Wasserbasis. Diese sind weder hitze- noch feuchtigkeitsresistent. Am besten eignet sich ein 2k-Lack aus dem Fachhandel. Da dieser jedoch mehr Schadstoffe enthält, als normaler Lack, müssen Sie ohne wenn und aber die Sicherheitshinweise beachten. Solche Lacke dürfen nicht ohne Schutzkleidung und Atemschutz verwendet werden. Noch besser: Sie lassen sich von einem Fachmann den korrekten Umgang mit 2k-Lack erklären. Ebenfalls Hitze- und feuchtigkeitsbeständig ist Bootslack. Auch ihn gibt es in vielen Farben und matt oder glänzend. Falls Sie normalen Acryllack verwenden, tragen Sie nach dem generellen Erst- und Zweitanstrich noch einen Hitze- und feuchtigkeitsbeständigen Klarlack auf. Dies verhindert, dass Putzmittel direkt den Lack angreifen, sowie das Verbleichen von hellen Farben.